


Die Evangelische Akademie Mülheim an der Ruhr, damals von Dieter Bach geleitet, führte zum 21. Juni 1991, 50 Jahre nach de Überfall auf die Sowjetunion, eine Versöhnungsfahrt nach Pskow in Russland durch, heute eine Stadt mit 200.000 Einwohnern, 270 Kilometer südwestlich von St. Petersburg gelegen. (> Pskow)
Die Rheinländer hatten diese Stadt ausgewählt, weil sie besonders unter den Kriegseinwirkungen gelitten hatte. Als die deutsche Besatzung am 25. Juli 1944 aus der Stadt vertrieben wurde, gab es in ihr noch 16 unzerstörte Häuser, 164 Überlebende und 392.000 ermordete und verhungerte Russen in Massengräbern rund um die Stadt.
Aus der ersten Begegnung entwickelte sich ein Prozess der Versöhnung, der seit 1988 insbesondere von der Initiative Pskow getragen wird. Mehr als 30 Projekte sind entstanden. Der besondere Schwerpunkt lag von Anfang an auf dem Einsatz für geistige und mehrfach behinderte Menschen, da sie bis zum heutigen Tag die Ärmsten der Armen in Russland sind.
Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Dieter Bach erinnerten sich am 8. Mai 2005, 60 Jahre nach Kriegsende, welche intensive Zusammenarbeit Stadt und Evangelische Akademie in der Vergangenheit für Russland geleistet hatten.
Das Erinnern führte zur aktiven Planung.
Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Dieter Bach regen ein Solidaritätsprojekt der Stadt für 2006 mit der ersten schützenden Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Russland an.
Offizielle Vertreter der Stadt, der Kirchen, der Vereine haben schon ihre Mitarbeit zusagt! (> Partner)